Druckluftwaffen

Wer kennt es nicht aus Kindertagen – das Schießen um die Wette auf Dosen, zusammen mit Vater oder Opa. Das Gewehr war meist ein Knicklauf-Luftgewehr – der Klassiker, heute noch so beliebt wie damals. Doch im freien Waffenbereich gab es in den letzten Jahrzehnten viele Neuerungen. Druckluftwaffen mit CO2-Antrieb erfreuen sich heute großer Beliebtheit – sie sind ideal geeignet für das schnelle Plinking-Shooting.

Gleichzeitig hat sich auch im Pressluftwaffen-Bereich ein Trend entwickelt. Hier handelt es sich um Hochleistungs-Weitschussmodelle, die mit ihrer hohen Präzision das Schießen auf Field Target-Ziele auf weite Distanzen ermöglichen. Die entsprechende Munition für Druckluftwaffen ist optimal auf jeden Einsatzzweck abgestimmt und wird durch eine vielfältige Auswahl an Zubehör ergänzt, die jedem Anspruch gerecht wird. Die großen Marken der Waffenwelt, kombiniert mit der fortschrittlichen Technik von Umarex, setzen Trends im Bereich der freien Druckluftwaffen. Die Meisterklasse bilden dabei die im Sauerland gebauten Modelle „Made in Germany“ – achten Sie auf das schwarzrotgoldene Logo!

Wie funktioniert eine Federdruckwaffe?

Die einfache Handhabung der ausgereiften Technik macht Druckluftwaffen mit dieser Antriebsart so beliebt. Es gibt verschiedene Arten von Federdruckwaffen – man unterscheidet zwischen Unter- oder Seitenhebelspannern sowie dem am meisten verbreiteten Knicklaufsystem. Die Technik/Funktionsweise ist bei allen Systemen gleich: In einem Zylindergehäuse sitzt ein Kolben, an dessen Vorderseite eine Feder angebracht ist. Beim Spannvorgang wird nun die Feder zusammengedrückt und der Kolben arretiert. Durch das Betätigen des Abzugs wird die Arretierung gelöst und der Kolben schnellt nach vorne. Die vor dem Kolben befindliche Luft wird komprimiert und durch eine Düse getrieben. Das vor der Düse sitzende Geschoss wird dadurch beschleunigt.

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Wie funktioniert eine CO2-Waffe?

Die aktuellsten Entwicklungen im Bereich der CO2-Waffen haben dank voranschreitender Technik nicht mehr allzu viel gemeinsam mit den ersten Generationen dieser Waffenart. Aus den zum Teil einfachen und abstrakten Modellen wurden inzwischen authentische Nachbildungen, die in puncto Optik, Handling und Gewicht ihren Vorbildern nahe kommen. Solche mehrschüssigen Replika-Waffen sind mit anderen Antriebsarten nicht realisierbar. Auf Basis der kompakten 12-Gramm-Kapsel oder des größeren 88-g-Tanks mit Kohlendioxid (CO2) kann inzwischen fast jeder Waffentyp nachgebaut werden. Das flüssige CO2 aus diesen Kapseln wird in der Waffe in einem Verdampferraum gasförmig und strömt von dort aus zum Ventil. Mit jedem Abzugsvorgang wird nun eine Portion CO2 freigegeben, die das Geschoss aus dem Lauf treibt. Bei der Verwendung von Umarex- und Walther-CO2-Kapseln ist sichergestellt, dass der Dichtungsring zwischen Ventil und CO2-Kapsel nicht zerstört wird.

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Wie funktioniert eine Pressluftwaffe?

Pressluftwaffen ermöglichen ein erschütterungsfreies und präzises Schießen ohne hohen mechanischen Aufwand. Als Energiequelle für die Pressluft dient eine wiederbefüllbare Kartusche aus Aluminium oder Stahl. Ein Druckminderer in der Waffe verhindert das komplette Entweichen der Pressluft und sorgt für einen gleichmäßigen Druck (daher auch die alternative Bezeichnung „Regulator“ oder „Regulierventil“.). Das durch den Spannvorgang gespannte Schlagstück wird durch den Abzugsvorgang freigegeben und schlägt auf den Stößel, der eine bestimmte Menge Pressluft freigibt. Diese treibt nun das Geschoss aus dem Lauf. Die Presslufttanks können entweder mit einer Pumpe oder einem Kompressor befüllt werden. Alternativ können die Tanks auch aus wieder befüllbaren Pressluftflaschen gefüllt werden.

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... und dann brauche ich noch...

Natürlich ist der Kauf des passenden Luftgewehrs der wichtigste, erste Schritt. Ohne das entsprechende waffenspezifische Zubehör geht es trotzdem nicht, denn ein paar Ersatz-Magazine oder ein Füllschlauch mit Adapter für die Pressluft-Modelle gehören dazu. Auch die richtigen Diabolos, in mehreren Kalibern und mit unterschiedlichen Kopfformen und Gewichten sind unverzichtbar, und schließlich braucht man sichere und gleichzeitig abwechslungsreiche Ziele und Kugelfänge. Das Pflegeangebot zur Waffenreinigung und damit auch Werterhaltung runden das WALTHER-Angebot ab.

Zum Zubehör für Druckluftwaffen

Druckluftwaffen nach Marken

Deutsches Waffengesetz

Gesetzliche Bestimmungen

Der Besitz und Erwerb von Druckluftwaffen wird in Deutschland über das Waffengesetz geregelt. Unter dem folgenden Link erhalten Sie eine Übersicht über die momentan geltenden Gesetze.

Deutsches Waffengesetz für Druckluftwaffen

Der Auszug bezieht sich ausschließlich auf das in Deutschland anwendbare Waffengesetz. Für andere Länder gelten andere Bestimmungen. Bitte informieren Sie sich bei den zuständigen Stellen über die in Ihrem Land geltenden Gesetze. Alle Angaben ohne Gewähr.

Glossar Druckluftwaffen

Begriffserklärungen

Für Ihre Recherche haben wir einige Begriffe, die im Bereich (Druckluft-)waffen auf dieser Website häufig Verwendung finden, zusammengetragen und erklärt.

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Was heißt eigentlich…

Abkommen
Die Lage der Waffe und der Visierung, die sie im Augenblick des Schusses einnimmt. Ideal ist es, wenn das Abkommen gleich dem Haltepunkt ist – man zielt exakt dorthin, wohin der Schuss treffen soll.

Absehen
Bezeichnung der gestrichelten Zieleinrichtung in optischen Visieren, im Volksmund auch Fadenkreuz genannt.

Abzug
Auch Züngel. Der Abzug besteht aus eigentlichem Abzug und Abzugsblatt und ist am Abzugsblech drehbar gelagert.

Abzugsbügel
Den Abzug umgebender und schützender Halbring aus Blech, Stahl, Holz oder Horn.

Abzugswiderstand
Muss zum Auslösen des Schusses überwunden werden. Bei Wettkämpfen wird oft ein Mindest-Abzugswiderstand vorgeschrieben, der mit einer speziellen Vorrichtung (Hängegewicht o.ä.) kontrolliert wird.

Anfangsgeschwindigkeit (v0)
Auch Mündungsgeschwindigkeit. Die Geschwindigkeit des Geschosses beim Verlassen oder kurz nach der Mündung. Die Zahl hinter dem v (für velocitas) steht für die Distanz zwischen Messgerät und Mündung, v0 wäre also direkt am Lauf-Ende. In der Praxis wird daher meist v1 gemessen, auch wenn v0 angegeben wird.

Ballistik
Die Lehre vom Wurf bzw. Schuss. Man unterscheidet in Anfangs-, oder Mündungs-, Außen-, Innen-, Ziel- oder Terminalballistik.

Bar
Maßeinheit für den Gasdruck, etwa bei Pressluftgewehren. Ein bar entspricht 1,02 Kilopond pro Quadratzentimeter (kp/cm2). In der englischen Fachliteratur wird der Gasdruck in Pounds per square inches (psi) angegeben. Ein bar entspricht 14,5036 psi.

Brünieren
Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Metallteilen, einst durch Rosten bis zur Braunfärbung, heute auch in blau und schwarz.

Checkering
Eingeschnittene Aufrauhung an Griffstücken für bessere Griffigkeit. Im Deutschen „Fischhaut“

Diabolo
Seit den 1930er Jahren das typische Bleigeschoss für Druckluftwaffen in Spindelform, ähnlich dem alten Kinderspielzeug.

Diopter
Lochvisier, meist bei Matchgewehren.

Direktabzug
Stecherartige Abzugskonstruktion bei Match-Luft- und KK-Waffen.

Double-Action (DA)
Spannabzug. Schlosskonstruktion, bei der der Abzug zunächst das Schloss spannt, (beim Revolver zudem die Trommel weiterdreht) und dann den Schuss auslöst.

Drall (twist)
Drehbewegung des Geschosses um die Längsachse der Laufseele. Sorgt für eine stabile Flugbahn. Entsteht durch spiralförmige Einschnitte (Züge) und Erhöhungen (Felder) im Lauf, die das Geschoss zum Rotieren bringen.

Druckpunkt, Druckpunktabzug
Beim Abziehen zu überwindender Widerstand (Druckpunkt) unmittelbar vor der Schussauslösung.

Feld, Felder
Erhöhungen im gezogenen Lauf.

Feldmaß
Die Entfernung zweier gegenüberliegender Felder im Lauf.

Fischhaut (checkering)
In das Holz des Schaftes eingeschnittene oder gepresste Linien als Aufrauhung zur Verbesserung der Grifflage und Erhöhung der Rutschfestigkeit.

Flugbahn
Bewegung, die das Geschoss in horizontaler und vertikaler Richtung zusammengesetzt ausführt. Die Form der Flugbahn ähnelt einer Parabel und hängt von sechs Faktoren ab: Geschossgeschwindigkeit, Luftwiderstand, Erhöhung des Laufes, Erdanziehung, cw-Wert des Geschosses und Drall.

Gezogener Lauf
Auch Kugel- oder Büchsenlauf, mit Zügen und Feldern versehen

Hahnspanner-System
Auch Single-Action (SA). Die Waffe muss bei jedem Schuss vorgespannt werden, bei SA-Pistolen nur vor dem ersten Schuss - danach steuert der Gasdruck der Patrone die Vor- und Zurückbewegung des Schlittens. Bei CO2-Waffen übernimmt das Kohlendioxid diese Aufgabe.

halbautomatische Waffen
Selbstlader, bei denen zu jeder Schussabgabe der Abzug einmal betätigt werden muss.

Kaliber (caliber)
Vom lateinischen "qua libra" (sinngemäß "was für ein Gewicht?"). Die frühen Kanoniere bezeichneten so das Gewicht der Kugeln. Bei Büchsen, Revolvern und Pistolen unterscheidet man Feld- und Zugdurchmesser sowie Geschossdurchmesser. Später wurde daraus der Geschoss-Durchmesser in mm (7,63 mm, 9 mm) oder in Hundertstel Inch/Zoll (etwa 0,22). Die Null entfällt, das Komma wird im US-Sprachraum durch einen Punkt ersetzt: .38 und .45 sind also 0,38 oder 0,45 Zoll.
Kennzeichnung von Waffen und Munition
In Deutschland müssen Waffen mit Herstellername, Seriennummer, Kaliberangabe und Beschusszeichen gekennzeichnet sein. Freie Druckluftwaffen (inklusive CO2 und Pressluft) tragen, wenn sie unter 7,5 Joule Mündungsenergie liegen, ein „F im Fünfeck“ als Zulassungszeichen durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Nur mit dieser Voraussetzung ist es frei ab 18 Jahren verkäuflich.

Kimme
Hinterer Teil der offenen Visierung bei Kurz- und Langwaffen

Kolben
1) Hinterer Teil des Gewehrschaftes
2) Luftkomprimierender Teil bei Luftgewehren

Korn
Vorderer Teil der Visierung, teilweise durch Korntunnel geschützt. Verschiedene Formen möglich: z. B. Perlkorn, Balkenkorn, Dachkorn, Ringkorn, Spitzkorn, Lochkorn.

Lever action
Amerikanische Verschlusskonstruktion, die über einem als Unterhebel ausgeformten Abzugsbügel r

Die in dieser Rubrik vorgestellten Druckluft-, CO2- und Pressluftmodelle fallen unter das deutsche Waffengesetz (wir bitten um Verständnis, dass wegen der Vielzahl nationaler Waffenrechts-Regelungen in den einzelnen Ländern nur die deutsche Rechtslage erläutert werden kann). Es handelt sich um unverbindliche Hinweise und keine Rechtsberatung – die wäre nur Juristen erlaubt.

Als „freie Waffen, erwerbbar ab 18 Jahren“ sind im geltenden deutschen Waffengesetz alle Modelle erfasst, deren Geschosse mit mindestens 0,5 Joule und höchstens 7,5 Joule Mündungsenergie verschossen werden. Gekennzeichnet sind diese Waffen mit einem „F“ im Fünfeck, einem meist leicht zu findenden Logo, das sie zwingend besitzen müssen. Als Ausnahme gelten hier nur alte Modelle, die vor 1970 in den Handel gebracht wurden oder vor 1990 in der DDR gebaut wurden – und zwar unabhängig von ihrer Mündungsenergie.

Produkte mit weniger als 0,5 Joule Mündungsenergie (etwa einige Airsoft-Modelle) gelten als Spielzeug. Spezielle Disziplinen einzelner Schießsportverbände ermöglichen auch den Erwerb von Luftgewehren über 7,5 Joule (Luftpistolen über 7,5 Joule sind aktuell nicht auf dem Markt). Dann ist aber eine sogenannte „gelbe“ Waffenbesitzkarte für Sportschützen notwendig. Alternativ können Jagdschein-Inhaber starke Luftgewehre ebenfalls erwerben (das Jagdrecht und das Tierschutzgesetz geben hier die Grenzen vor, auf die wir hier nicht näher eingehen).

Das Schießen mit freien Druckluftwaffen unter 7,5 Joule ist außer auf zugelassenen Schießstätten auch im Haus oder im Garten erlaubt – dort allerdings nur, sofern sichergestellt ist, dass das Geschoss das „umfriedete“ (= umzäunte) Gelände nicht verlassen kann. Wie dies im Detail auszulegen ist, darüber streiten sich Waffenfachleute und Juristen schon lange. Denn mit „nicht verlassen“ ist nicht nur der Raum um einen zuverlässigen Geschossfang im Zielbereich gedacht, sondern auch alle anderen Richtungen, in die sich unbeabsichtigt ein Schuss lösen könnte! Das bedeutet bei strenger Auslegung: wer von seiner Schießposition aus außer dem Zielbereich auch den Himmel sehen kann, muss diese Lücke schützen. Aus einem Gebäude durch eine Luke oder ein Fenster nach draußen zu schießen, ist da oft die praktikabelste Lösung. Ein Fehlschuss oder ein unbeabsichtigt abgefeuertes Geschoss bliebe dann im Gebäude. Ballistiker rechnen übrigens bei Druckluftwaffen mit 7,5 Joule mit einem Gefahrenbereich von etwa 75 Metern. Dass sichergestellt werden sollte, dass beim Schießtraining niemand unbeabsichtigt in die Schussbahn laufen kann, versteht sich ebenso wie der gute Tipp, die Nachbarn vorher zu informieren (oder sie zum Mitschießen einzuladen). Das vermeidet falsche Panik und unnötige Anrufe bei der Polizei. Es muss sich übrigens nicht zwingend um das eigene Haus, die eigene Wohnung oder den eigenen Garten handeln, sofern der Eigentümer das Schießen dort gestattet.

Airsoft-Modelle über 0,5 Joule fallen im Übrigen ebenso unter das Waffengesetz, für sie gelten für das Schießen die gleichen Regeln wie oben. Für alle mit einem F gekennzeichneten Druckluftwaffen und Airsoft-Modelle gilt ein „Führverbot“ nach dem Waffengesetz: Außerhalb von daheim oder dem umfriedeten Grundstück dürfen sie nur ungeladen in einem verschlossenen Behälter (Koffer, Futteral) transportiert, aber nicht „zugriffsbereit“ mitgenommen werden. Das lose auf dem Rücksitz oder im Kofferraum liegende Luftgewehr oder eine geladene CO2-Pistole im unverschlossenen Handschuhfach gelten also als Verstoß gegen das Waffengesetz und würden im Kontrollfall durch die Polizei meist auch (zunächst) einbehalten.

Beim Schießen mit BB-Stahlrundkugeln auf harte Ziele und Kugelfänge ist mit Rückprallern zu rechnen. Deshalb: Schutzbrille aufsetzen! Zum Auffangen von Blei-Diabolos reicht neben einem guten Kugelfang eine dicke, lose herabhängende Decke rund um den Zielbereich. Sie nimmt den Großteil der Geschossenergie auf, die Bleireste fallen dann zu Boden.

Wer das Waffengesetz und die dazu gehörende Allgemeine Verordnung genauer studieren möchte, dem sei ein extra eingerichteter Bereich des Freie-Waffen-Forums CO2AIR empfohlen. Die einzelnen Paragrafen und Absätze sind hier verlinkt, so dass man Querverweise sehr gut verfolgen kann.

http://www.co2air.de/wbb3/index.php?page=Custom&pageID=1