Expansion

1993 kam zusammen, was zusammen gehört: Umarex und Carl Walther. Denn die Wurzeln von Umarex liegen in dem für seine Büchsenmacher-Tradition bekannten Ort Zella-Mehlis, in dem auch die 1886 gegründete Firma Carl Walther Rechenmaschinen und Waffentechnik herstellte. Dort konstruierte der Walther-Ingenieur Walter Riem die Schreckschusspistole „Perfecta“, die später von Mayer & Riem als Perfecta Modell G1 angeboten wurde.

Der Schlüssel für das weitere Umarex-Wachstum

1995 erkannten die Umarex-Macher die Zeichen der Zeit. Es war abzusehen, dass die Zulassungsbestimmungen für Schreckschusswaffen weiter verschärft werden würden und der Markt für importierte Druckluftwaffen gesättigt war. Da fiel der Startschuss für eine neue Waffenserie: Umarex erweiterte die Produktion in Arnsberg um hochwertige CO2-Waffen. Damit, so die Strategie, kann Umarex neue Märkte erschließen, insbesondere im Ausland. Der Mut wurde belohnt. Die exzellent konstruierten und gefertigten Druckluftwaffen erreichten enorme Wachstumsraten, der Export boomte.

CP88 – der Volltreffer

Zum Symbol der exquisiten Umarex-Qualität wurde die CP88. Mit dieser CO2 Pistole sicherte sich Umarex einen beeindruckenden Technologievorsprung. Wegweisend für alle nachfolgenden CO2-Konstruktionen war die innovative und patentierte Technologie „Fast Action“-System. Für den Ladevorgang wurde der Lauf über den angedeuteten Schlittenfanghebel geöffnet. Das Einsetzen der CO2-Kapseln erfolgte über das Öffnen der Griffschale durch den Magazinhalter. Die Zeitschrift „Visier“ zeichnete die CP88 1996 als „Volltreffer des Jahres“ aus.

Die Präsentation der CP88 auf der Shot Show 1995 in Las Vegas brachte Umarex den Durchbruch: Die großen amerikanischen Waffenhersteller Colt und Smith & Wesson und später auch die älteste Waffenfirma der Welt, Beretta, vergaben ihre Lizenzen zum exakten Nachbau ihrer berühmten Modelle als Replikas.

Damit vervollständigte sich das Portfolio. Umarex hatte sich endgültig zum König der Replikas gekrönt.