Technischer Zeichner

Mein Name ist Christopher Reimann, ich bin hier als Technischer Zeichner angestellt und für die Konstruktion und die Verbesserung von Produkten zuständig. Als ich 2006 aus der Schule kam, bot Umarex gerade einen passenden Ausbildungsplatz an. Hier habe ich auch meinen ersten Ausbildungstest überhaupt absolviert. Ich wurde eingestellt, habe dann meine Lehre angefangen und im Frühjahr 2010 abgeschlossen, danach wurde ich direkt übernommen.

Eigentlich habe ich gleich zwei Arbeitsplätze. Der eine besteht aus meinem Schreibtisch mit meinem Computer, auf dem wiederum ein CAD-Zeichenprogramm läuft. Damit konstruiere ich neue Teile, das geschieht heutzutage im 3D-Verfahren, also dreidimensional. Aus diesem Teil, das ich mit Hilfe einer speziellen 3D-Maus in allen Ansichten auf dem Monitor drehen kann, lassen sich dann die Zeichnungsansichten ableiten. Diese müssen dann noch mit den Maßen, Toleranzen und Symbolen beschriftet werden. Das alles geht zwar viel schneller als früher, ist aber immer noch ein Kernbereich dieses Berufs. Die Zeichnungen und 3D-Daten gehen dann anschließend in die Fertigung oder zu einem unserer externen Lieferanten.

Andererseits baue ich aber auch selbst Prototypen und Muster unten in der Werkstatt der Entwicklungsabteilung. Dort haben wir entsprechende Maschinen wie Fräsen, Bohrmaschinen und Werkzeug parat. Die Montage der Musterteile übernehme ich dann wiederum selbst und probiere das neue Produkt auch als erster selbst aus – und ab und zu sieht man dann gleich auch, dass es nicht wie geplant klappt. Also alles noch einmal durchdenken, ändern oder neu anfangen…

 

 

Die Berufsbezeichnung lautet inzwischen übrigens nicht mehr „Technischer Zeichner“ wie zu meiner Lehrzeit, sondern „Technischer Produktdesigner“. Wer sich für meinen Beruf interessiert, sollte ein hohes technisches Verständnis mitbringen, vor allem räumliches Vorstellungsvermögen – wer konstruiert, steht zunächst vor einem Nichts und muss sich orientieren können. Das wird auch im Einstellungstest bei Umarex geprüft, wenn man verschiedene Formen zusammensetzen soll oder einzelne Bauteile zu einer größeren Baugruppe. Wir arbeiten zwar in vielen Bereichen, etwa am Computer, allein, aber auch oft in kleinen Gruppen – momentan sitze ich gemeinsam mit einem Büchsenmacher an einem Projekt, bei dem wir vieles selbst bauen, dann ausprobieren und schließlich perfektionieren müssen. Und das macht einen besonderen Reiz aus.

Momentan gehe ich noch nach dem Feierabend auf eine staatliche Abendschule, um meine Qualifikation zum Maschinenbautechniker zu erhalten. Solche Zusatzqualifikationen werden von meinen Chefs bei Umarex unterstützt.

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